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Der Ligaverbleib als erstes Ziel

Darenberg rechnet trotz starker Staffel fest mit Klassenerhalt

Eigentlich hatten sich die Spieler der Regionalliga-Reserve der TTF Bönen das alles ganz anders vorgestellt. Eine ruhige Saison in der oberen Tabellenhälfte, frei von Abstiegssorgen und ab und an mal ein Spitzenteam ärgern. Eigentlich. Die erste Halbzeit der Spielzeit in der Verbandsliga-Staffel zwei aber bereitete den Bönenern mehr Mühe als erwartet: Sie überwintern nach elf von 22 Spieltagen lediglich auf Tabellenplatz acht und haben mit 9:13 Punkten gerade einmal drei Zähler vor dem TV Attendorn und dem ersten Abstiegsplatz. Der Blick der TTFler geht also vorerst nach unten.

„Zwei, drei Punkte mehr würden uns sicherlich mehr Sicherheit geben. Aber insgesamt haben wir noch nicht einmal eine schlechte Runde gespielt“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg. Der ist vor allem von der Stärke der Verbandsliga angetan. „Dadurch dass vor der Saison die Verbandsligen teilweise zusammengelegt wurden, hat das Spielniveau richtig angezogen“, sagt Darenberg. „Es gibt mindestens drei Teams in der Liga, gegen die wir eigentlich keinen Punkt holen können.“ Gemeint sind die in der Tabelle führenden Teams BVB Dortmund II (22:0 Punkte), SV Bommern (18:4) und TTC Schwalbe Bergneustadt (17:5).

„Dann steht man in allen anderen Spielen schon ein wenig mehr unter Zugzwang“, sagt Darenberg.

Dem wurden seine Mannen über weite Strecken der ersten Runde allerdings gerecht. Zwar unterlagen die TTFler gegen alle drei Topteams an den ersten vier Spieltagen deutlich, vor dem letzten Hinrunden-Wochenende mit dem Doppelspieltag gegen Attendorn und das TT-Team Bochum hatte Bönen aber immerhin mit 9:9 Punkten wieder ein ausgeglichenes Punktekonto.

„Wie das letzte Wochenende dann läuft, ist natürlich ein Rückschlag“, sagt Darenberg. Bönen verlor gegen Bochum knapp 7:9 und ausgerechnet gegen den Attendorn, das Bönen mit einem Sieg noch deutlicher hätte distanzieren können, haushoch 2:9. „Das hat uns zurückgeworfen, ganz klar“, sagt Darenberg. Statt mit satten acht Punkten Vorsprung hat Bönen zur Saisonhalbzeit deshalb nur vier Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen.

Dennoch geht Darenberg fest davon aus, dass seine Mannen nicht mehr auf einen Abstiegsplatz fallen werden: „Wir schaffen das. Unsere Qualität ist zu groß.“ Allen voran gilt das für Bönens Topspieler: Neuzugang Nils Maiworm übertraf die Erwartungen seines neuen Klubs um ein Vielfaches. 14:8 Siege feierte die erst 14 Jahre junge Nachwuchshoffnung am Spitzenpaarkreuz – und gehörte damit gleich zu den besten Akteuren der Liga. „Nils hat gezeigt, dass die Verbandsliga für ihn nur eine Durchgangsstation sein wird“, sagt Darenberg.

An der Position zwei aber hatte Bönen Probleme: Sebastian Waltemode kam berufsbedingt nur selten zum Einsatz (2:4 Siege), Daniel Wiezorrek brachte es zwar auf eine achtbare Bilanz (8:11), schlug sich aber immer wieder mit argen Verletzungssorgen herum. „Daniel hat derzeit die Seuche“, sagt Darenberg. An den übrigen Positionen brachte Bönen solide Leistungen: Kapitän Marco Goecke (11:8), Routinier Franz-Josef Hürmann punkteten am mittleren Paarkreuz konstant, die beiden Neuzugänge Jonas Reich und Joel Safar standen dem an den Positionen fünf und sechs in nichts nach. „Wenn jeder in der Rückrunde noch ein bisschen was drauflegt, können wir in der Tabelle sicherlich noch ein wenig klettern“, sagt Darenberg. Wichtiger aber ist ihm, dass seine Sechs im Tableau nicht weiter zurückfällt: „Der Ligaverbleib ist das erste Ziel.“

TTF: Maiworm 14:8, S. Waltemode 2:4, D. Wiezorrek 8:11, Goecke 11:8, Hürmann 6:10, Reich 6:10, Safar 7:7, Romanski (Ersatzspieler) 0:1 – Doppel 17:19

Herbstmeister

Mädchen II bleiben unbesiegt

Mädchen, Bezirksliga: TTF Bönen II – DJK BW Annen II 6:4. Als Herbstmeister gehen die Bönener Mädchen in die Weihnachtspause. Beim Tabellensiebten Annen II leistete Yaren Deniz große Gegenwehr, während die TTF auf Emma Blümel verzichten mussten. Sie gewann alle ihre drei Begegnungen, wenn auch gegen Finja Kaubisch erst im Entscheidungsdurchgang. Es war die erste Saisonniederlage der Bönenerin (Bilanz 19:1). Den Grundstein zum Sieg legten Kaubisch/Selina Buder im Doppel, das sie im fünften Satz für sich entschieden. Kaubisch und Buder besiegten in den Einzeln Marinella Melerra Cruz und Kati Möller. Leona Kornrumpf steuerte mit ihren Vier-Satz-Erfolg über Möller den sechsten Punkt bei.
TTF: Kaubisch/Buder 1:0 – Kaubisch 2:1, Buder 2:1, Kornrumpf 1:2

Schüler, Bezirksliga: TTC GW Bad Hamm – TTF Bönen 8:1. Auch im letzten Hinrundenspiel setzte es für die Schüler der TTF eine hohe Niederlage. Einen versöhnlichen Jahresabschluss erlebte allerdings Khoa Hoang. Er feierte in Hamm seinen zweiten Einzelerfolg. Spannend wurde es nur noch ein weiteres Mal. Jan Teichmann/Luca Bluhm retteten im Anfangsdoppel eine 2:1-Satzführung allerdings nicht ins Ziel.
Nach einem optimalen Start in die Saison, mit einem Unentschieden und einen Sieg, folgten anschließend nur noch hohe Niederlagen. Luca Bluhm weist als einziger eine positive Bilanz auf (10:9). Auch das Doppel Teichmann/Bluhm war mit 6:3 Siegen erfolgreich.
TTF: Teichmann/Bluhm 0:1, Hoang/Hirschberg 0:1 – Teichmann 0:2, Bluhm 0:2,Hoang 1:1, Hirschberg 0:1

Geschlagen

Maiworm scheidet früh aus

Das hatte sich Nils Maiworm ganz anders vorgestellt: Als einer der Mitfavoriten war das Talent der Tischtennisfreunde Bönen am Samstag in die westdeutschen Meisterschaften der Jungen im münsterländischen Rheine gestartet, als geschlagener Achtelfinalist hatte er am Sonntag den Wettbewerb beendet.

Statt eines möglichen Medaillenranges stand für den Spitzenspieler der TTF-Verbandsligamannschaft letztlich eine sehr schmerzhafte Fünf-Satz-Pleite zu Buche. „Das Turnier hat keinen wirklich guten Verlauf genommen für Nils. Gegen seinen ersten ernsthaften Widersacher hat er nicht zu seinem Spiel gefunden – und gleich verloren“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg.

Noch in der Vorrunde sah alles noch ganz gut aus. Seine Vorrundengruppe dominierte der topgesetzte Neu-Bönener nach Belieben. Zunächst besiegte er Marcel Eckmann (SC Buer-Hassel), dann Cedric Görtz (TTCg WRW Kleve) und schließlich Jonas Thorenmeier (SV Bergheim) ohne Probleme, gab nur gegen Thorenmeier einen Satz ab. In der ersten Hauptrunde wartete deshalb ein Freilos.

Im Achtelfinale aber lief es für den TTFler gar nicht mehr rund: Gegen den Martin Schlett (SV DJK Holzbüttgen) fand Maiworm nie wirklich zu seinem Spiel – und hatte am Ende auch noch ein unglückliches Händchen: Schlett entschied die Partie mit 12:10 Punkten im fünften Satz für sich, Maiworm war ausgeschieden. Im Doppel war es zuvor kaum besser gelaufen: Mit seinem Partner Marco Höhn aus Maiworms Ex-Verein TTC Menden-Platteheide setzte es im Achtelfinale eine 1:3-Niederlage gegen Kleeberg/Bode (Tusem Essen/ Bayer Uerdingen).

Jonas Reich, Bönens zweiter Teilnehmer, der erst durch die Absage Gerrit Engemanns (TTC GW Bad Hamm) ins Starterfeld gerutscht war, präsentierte sich in den Gruppenspielen ebenfalls hervorragend. Durch Erfolge über Lukas Wagner (PSV Oberhausen) und Kevin Kupiedo (TTC Mennighüfen) gelang ihm als Zweiter der Sprung in die erste Hauptrunde. Dort war aber gegen Frederic Lange vom Oberligisten SC Arminia Ochtrup nach vier knappen Sätzen Schluss. Im Doppel scheiterte Reich mit Philipp Volmert (Germania Kamen) in Runde eins.

Bronze und Silber für Hürmann

Erfolgreich bei Westdeutschen / Goecke und Elfert im Achtelfinale

Beinahe wäre das Tischtennisjahr 2013 für Franz-Josef Hürmann mit einem großen Titelgewinn zu Ende gegangen. Der Routinier der TTF Bönen hat bei den westdeutschen Meisterschaften der Senioren in Kamen die Goldmedaille nur hauchdünn verfehlt.

Bönens Verbandsliga-Spieler musste sich in der Ü 60-Klasse erst im Endspiel dem Topgesetzten Hans Werner Esser (TTC Homberg) geschlagen geben. Seine Ausbeute in Kamen konnte sich trotzdem sehen lassen: Zu einem zweiten Platz im Einzel gesellte sich ein dritter Platz im Doppel. „Franz-Josef war nah dran. Das ist schade, aber trotzdem ein richtig erfreulicher Ergebnis“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg.

Bis zum Finale spielte Hürmann einen lupenreinen Wettkampf. Seinem Gruppensieg mit drei Erfolgen in drei Spielen ließ die Nummer drei der Setzliste größtenteils ungefährdete Auftritte in der K.-o.-Runde folgen. Der Bönener bezwang Manfred Hardt (SC Fortuna Bonn) im Achtelfinale, Josef Kwasniak (DJK Jugend Eller) im Viertelfinale und schließlich Friedhelm Weyers (TTC Arsbeck) in der Vorschlussrunde allesamt in jeweils vier Durchgängen. Im umkämpften Endspiel aber lief es nicht mehr rund für Hürmann. Der favorisierte Esser setzte sich 12:10, 11:8, 7:11 und 11:7 durch. Ein kleines Trostpflaster aber blieb Hürmann: Einen Startplatz für die deutschen Senioren-Meisterschaften am 2. bis 4. Mai 2014 in Bielefeld dürfte er sicher haben.

Im Doppel bestätigte Hürmann mit seinem Partner Bernhard Reckmeier (TTC Herne-Vöde) die Setzlistenposition eins jedoch nicht: In der Vorschlussrunde ereilte die Titelverteidiger gegen Weyers/Wolfgang Frenzel (Arsbeck/TTC Bottrop) nach fünf Sätzen das aus.

In der Ü40-Klasse der Herren verpasste Hürmanns Mannschaftskollege Marco Goecke die Podestplätze. Zwar gewann auch Goecke seine Vorrundengruppe dank Erfolgen über Marko Gunio (TTC Bergkamen-Rünthe/3:0 Sätze), Ulrich Simons (DJK SV Eschweiler/3:0) und Andreas Langehaneberg (SC Bayer Uerdingen/3:1), dann aber erwischte es ihn im Achtelfinale. Gegen den überraschend starken Stephan Theiß (TTF Bad Honnef), der sich bis ins Halbfinale vorspielte, war Goecke in drei Sätzen unterlegen. Auch im Doppel war für Goecke mit seinem Partner Ludger Ostendarp (TTC Holzwickede) in der Runde der letzten 16 Schluss: Sie unterlagen Jörg Broch/Lars Triebler (Soester TV/SV Spexard) 9:11 im fünften Durchgang.

Karen Elfert überstand durch einen Erfolg über Sabine Becker die Gruppenphase der Ü40-Konkurrenz der Damen. Chancenlos war die Bönenerin aber schließlich im Achtelfinale gegen die spätere Finalistin Annette Offermann (TTC GW Brauweiler, 0:3). Im Doppel unterlag sie mit ihrer Partnerin Elke Mittermüller ebenfalls im Achtelfinale dem Duo Cornelia Kober/Petra Jenisch (FTV Düsseldorf/TTVg WRW Kleve, 1:3).

TTF-Trio zur Westdeutschen

Elfert, Goecke und Hürmann in Kamen am Start

Eine kurze Anreise zu den westdeutschen Meisterschaften der Senioren haben drei Tischtennisfreunde aus Bönen. Die Titelkämpfe richtet Germania Kamen nämlich am Wochenende im Schulzentrum Gutenbergstraße in zwei Hallen aus. Und wie im Vorjahr vertreten Karen Elfert, Marco Goecke und Franz-Josef Hürmann die TTF-Farben.

Eine schwere Gruppe hat Karen Elfert erwischt. Die einzige Teilnehmerin aus dem ganzen Kreis Unna trifft in der Ü 40 gleich im ersten Spiel am Samstag um 9 Uhr auf Katja Schmidt, ehemalige Zweitliga-Spielerin vom TTK Anröchte und amtierende Deutsche Meisterin ihrer Altersklassen. Auch Elferts beiden übrigen Kontrahentinnen sind deutlich höher gelistet als sie.

Bessere Chancen, die Vorrunde zu überstehen, hat da schon Marco Goecke. „Die Ü 40-Konkurrenz ist stark besetzt“, sagt aber TTF-Trainer Walter Darenberg, der dem Bönener Verbandsliga-Spieler dennoch einiges zutraut. Auch Goecke bestreitet sein erstes Spiel am Samstag um 9 Uhr. Im Doppel tritt er mit dem Holzwickeder Ludger Ostendarp an, den er aus der Liga kennt. Gemeinsam ist ein Treppchenplatz in Reichweite.

Als einer der Mitfavoriten geht Franz-Josef Hürmann in den Ü60-Wettbewerb. Bönens Routinier aus der Verbandsliga-Mannschaft erreichte im Vorjahr das Endspiel, in dem er Waldemar Zick aus Buschhausen unterlag. Im Doppel geht Hürmann sogar als Titelverteidiger ins Rennen. Diesen Coup wollen er und sein Partner Bernhard Reckmeier (TTC Herne-Vöde II/Landesliga) gerne wiederholen. Hürmann kämpft am Samstag ab 15 Uhr um Punkte.

Letzter Höhepunkt

Maiworm zur Westdeutschen

Das Sportjahr 2013 endet für Nils Maiworm mit einem letzten Höhepunkt: Das Ausnahmetalent der TTF Bönen geht ab heute bei den westdeutschen Meisterschaften der Jungen an den Start. In münsterländischen Rheine misst sich der erst 14 Jahre alte Spitzenmann des Bönener Verbandsliga-Teams mit den besten Akteuren Nordrhein-Westfalens in der U 18-Konkurrenz – und das alles andere als aussichtslos.

„Nils gehört zwar noch zu den jüngsten Startern, aber darf sich durchaus einiges von dem Wettbewerb erhoffen“, sagt TTF-Trainer Walter Darenberg vor der zweitägigen Veranstaltung. Das dem so ist, verrät schon ein Blick auf die Setzliste nach der Platzierung in der deutschen Rangliste: Maiworm ist dort als Nummer vier gelistet. „Das heißt zwar erst mal rein gar nichts, zeigt aber, dass Nils an einem guten Tag da vorne mitspielen kann“, meint Darenberg: „Das können aber natürlich auch eine ganze Reihe anderer Spieler. Im Jugendbereich sind die Leistungsschwankungen noch immer immens.“

Zunächst wird es der jeweils zweifache Bezirksmeister bei den A-Schülern und den Jungen in der Vorrunde mit guten Gegnern zu tun bekommen. Dennoch gilt Maiworm in der Gruppe D als klarer Favorit – in jedem seiner Spiele gegen Jonas Thorenmeier (SV Bergheim), Cedric Görtz (TTVg. WRW Kleve) und Marcel Eckmann (SC Buer-Hassel). „Dennoch muss Nils da ganz konzentriert zur Sache gehen. Der Gruppensieg wäre extrem wichtig. Im weiteren Turnierverlauf hängt dann auch viel von der Auslosung ab“, sagt Darenberg. Als Topfavoriten auf den Titel des westdeutschen Meisters gelten Henning Zepter vom Oberligisten SC Arminia Ochtrup und Schüler-Nationalspieler Gerrit Engemann vom Regionalligisten TTC GW Bad Hamm.

Den Topplatzierten winkt die Teilnahme bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften am 26./27. April in Mühlhausen. „Das wäre natürlich auch für Nils eine Riesensache“, sagt Darenberg.

Zufrieden mit Einschränkungen

TTF mit ordentlicher Halbzeitbilanz in der deutlich stärker gewordenen Regionalliga

Tabellenplatz fünf, 11:7 Punkte – und freie Sicht auf die Topplatzierungen der Tischtennis-Regionalliga. Das Halbjahreszeugnis für die TTF Bönen, mit dem sich die Bönener nach dem vergangenen Wochenende und dem überraschenden 9:4-Auswärtssieg bei der TG Obertshausen in die Winterpause verabschieden, fällt durchaus ordentlich aus.

„Wir sind bis hierher absolut zufrieden“, sagt TTF-Trainer Walter Darenberg. Allerdings mit Einschränkungen: „Es hätte um einiges besser laufen können. Wir haben unsere Möglichkeiten noch nicht optimal ausgeschöpft.“ In einer eng aufgereihten Tabelle, in der sich der ASV Wuppertal (14:4 Punkte) zum Herbstmeister kürte, gab Bönen einige Punkte leichtfertig her – und verschenkte dadurch die Chance auf eine bessere Zwischenbilanz.

Da wäre zum einen die Niederlage bei der abstiegsgefährdeten TG Nieder-Roden. Bei der trat Bönen ohne Jens Berkenkamp, Christoph Waltemode und Jaroslaw Werner an – und kassierte eine 5:9-Pleite. „Auch Nieder-Roden war nicht in Bestbesetzung an den Tischen. Das sind zwei verlorene Punkte, die weh tun.“ Da wären zum anderen die Unentschieden in den Duellen mit den direkten Konkurrenten: dem TTC GW Bad Hamm und beim SC Buschhausen. „In beiden Spielen läuft es für unsere Gegner bestmöglich. Ich habe uns aber jeweils stärker gesehen“, meint Darenberg: „Wobei wir uns natürlich den Vorwurf machen müssen, unsere Chancen nicht genutzt zu haben.“ Statt 2:4 Zählern aus diesen drei Schlüsselspielen seien für Bönen auch 5:1 möglich gewesen, betont der Trainer. Dann wären die TTF jetzt punktgleich mit Tabellenführer Wuppertal. Gegen den ASV kassierten die Bönener ihre zweite – hochverdiente – Saisonniederlage.

„In einer so ausgeglichenen Liga hängt es am Ende von ganz wenigen Spielen ab“, glaubt Darenberg, der das Niveau der zehn Mannschaften starken Klasse deutlich über dem der Vorjahre ansiedelt. „In jeder Partie ist alles möglich. Das ist eine neue Situation“, so Darenberg, der dementsprechend mit einer spannenden Rückrunde rechnet. Durch die Strukturreform des Deutschen Tischtennis-Bundes trafen die Bönener erstmals auch auf Teams aus Hessen. „Wir haben ja schon einige Jahre in der Regionalliga hinter uns, aber diese Saison war natürlich von vornherein eine besondere“, erklärt Darenberg.

Der Trainer sieht noch Steigerungspotenzial für die zweite Saisonhälfte. Vor allem, weil Bönen dann wieder öfter mit Spitzenspieler Jens Berkenkamp antreten wird. Der fehlte in der Hinrunde in vier Begegnungen, weil er bis zum Februar ein Auslandssemester in London absolviert. „Wenn wir Jens wieder immer mit an Bord haben, sind wir natürlich stabiler“, sagt Darenberg. Hinter Berkenkamp, der trotz reduzierten Trainings in England auf eine achtbare 5:5-Bilanz kam, spielte Christoph Waltemode einmal mehr eine starke Runde (10:6 Siege). Gleiches gilt für Neuzugang Anton Adler, der vom Zweitligisten TTC Jülich kam. In seinen Einsätzen am oberen Paarkreuz tat sich der athletische Defensivspieler schwer (2:6), an der Position drei avancierte er zum ligaweit besten Mann (9:1).

Unterschiedliche Verläufe nahmen die Vorrunden von den langjährigen TTFlern Andreas Rosenhövel und Jan Lüke. Rosenhövel kam stark in die Saison, besiegte unter anderem Ex-Nationalspieler Richard Prause (Nieder-Roden), baute dann allerdings verletzungsbedingt stark ab und verlor seine letzten sieben Spiele (9:9). Jan Lüke landete bei 11:5 Siegen, der besten Ausbeute im Team. Nach schwachem Saisonstart siegte er zuletzt achtmal in Folge.

Solide agierte Jaroslaw Werner in seinen wenigen Einsätzen (2:4), überraschend gut Christopher Pläster (7:5). Zudem stellte Bönen in den Doppeln mit den Paarungen Waltemode/Lüke (8:1) und Rosenhövel/Werner (5:1) zwei erfolgreiche Duos. „Insgesamt war das in Ordnung, wenngleich wir in vielen Bereichen Luft nach oben haben. Wir möchten in der Rückrunde noch besser spielen“, sagt Darenberg. Am 12. Januar geht es mit dem Derby in Hamm weiter.

TTF: Berkenkamp 5:5, Waltemode 10:6, Adler 11:7, Rosenhövel 9:9, Lüke 11:5 (davon 1:0 kampflos), Werner 2:4, Pläster 7:5 (davon 1:0 kampflos), Maiworm (Ersatzspieler) 0:2, Reich (Ersatzspieler) 0:2 – Doppel 16:14

Mädchen überwintern mit zwei Punkten Vorsprung

Verbandsliga, Mädchen: TTSG Rietberg-Neuenkirchen – TTF Bönen 0:8. Mit einem deutlichen Sieg kehrten die Mädchen vom letzten Hinrundenspiel aus Rietberg zurück. Sie überließen bei der 0:8-Höchststrafe den Gastgebern gerade einmal drei einzelne Satzgewinne. Auch die hochgerückte Selina Buder hielt sich schadlos. Pech hatte die ebenfalls hochgerückte Emma Blümel. Dadurch, dass die TTSG mit nur drei Spielerinnen antrat, gewann sie das Doppel mit Selina Buder und ihr Einzel kampflos. Zu ihrem zweiten Einzel musste sie gar nicht mehr antreten, da der Sieg bereits perfekt war.

Die Tischtennisfreundinnen überwintern mit zwei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Diese in der Rückrunde zu verteidigen dürfte durch die beiden Abgänge von Deborah Gerke und Joleen Theis allerdings mehr als schwierig werden.

TTF: Bambach/Elfert 1:0, Blümel/Buder 1:0 (kampflos) – Bambach 2:0, Elfert 2:0, Blümel 1:0 (kampflos), Buder 1:0

Bezirksliga, 1. Kreisklasse, Schüler: DSC Wanne-Eickel – TTF Bönen 8:1. Im vorletzten Spiel der Hinrunde kassierten die Schüler der TTF die erwartet hohe Niederlage gegen den ungeschlagenen Tabellenführer. Wieder einmal war es Luca Bluhm, der den Ehrenpunkt holte. Er ist somit auch der einzige TTFler mit einer positiven Bilanz. Khoa Hoang konnte sich immerhin noch einen Satzgewinn erkämpfen. Ansonsten verlief das Spiel recht eindeutig.

TTF: Teichmann/Bluhm 0:1, Wirth/Hoang 0:1 – Teichmann 0:2, Bluhm 1:1, Wirth 0:2, Hoang 0:1

Das Spiel der zweiten Mädchenmannschaft gegen den DJK BW Annen II ist kurzfristig verlegt worden. Die Mädchen absolvieren ihr letztes Hinrundenspiel nun am nächsten Samstag.

Zwei bittere Pleiten

Bönens Reserve rutscht ab / Die Dritte überrascht in Holzen

Verbandsliga: TTF Bönen II – TV Attendorn 2:9; TTF Bönen II – TT-Team Bochum 7:9. Der Abschluss der Hinrunde der Verbandsliga ist den TTF Bönen II gehörig missglückt. Die Bönener Regionalliga-Reserve traf am vergangenen Wochenende zum Jahresausklang gleich zweimal an – und kassierte zwei bittere Pleiten an heimischen Tischen. Zunächst vollkommen unerwartet gegen den TV Attendorn am Samstag und schließlich mehr als unglücklich gegen das TT-Team Bochum am Sonntag.

„Wir haben uns das Wochenende definitiv anders vorgestellt“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg ob der Saisonniederlagen fünf und sechs. Die lassen Bönen nicht gerade in allerbester Position überwintern: Als Tabellenachter (9:13 Punkte) haben die Bönener nur drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. „Wir hätten selbst für Ruhe sorgen können. Das ist uns nicht gelungen“, sagte Darenberg.

Als erst zweimal siegreicher Tabellendrittletzter war der TV Attendorn in Bönen vorstellig geworden, als klarer 9:2-Sieger verließ er die Sporthalle der Pestalozzi-Schule wieder. „Ich kann mich nicht an viele Spiele erinnern, an denen eine Mannschaft von uns so unerwartet deutlich verloren hat“, sagte Darenberg. Dabei kam am Samstag eines zum anderen: Bei Bönens Nummer zwei Daniel Wiezorrek traten abermals Beschwerden im Schlagarm auf. Wiezorrek versuchte es nach Kräften – musste aber letztlich beide Einzel mehr oder minder kampflos aufgeben, nachdem er sich durchs Doppel geplagt hatte.

Obendrein verpasste Bönen am Samstag die Bigpoints: Sechs von sieben Fünf-Satz-Spielen gingen an die kämpferisch starken Gäste, die dadurch nicht weniger als zwei Drittel ihrer gesamten Punkteausbeute erspielten. „Die Begegnung war insgesamt viel knapper, als es das Ergebnis vermuten lässt“, folgerte Darenberg. Besonders bitter für sein Team: Gleich zu Beginn setzte es zweimal ein 9:11 im Entscheidungssatz in den Doppeln, aus denen Bönen ohne Sieg und deshalb mit einem 0:3-Rückstand startete. Bönens einzige Punkte des Abends sicherten Nils Maiworm (3:2 gegen F. Fejer-Konnert) und Kapitän Marco Goecke (3:0 gegen Heimes).

TTF: Goecke/Hürmann 0:1, Maiworm/Reich 0:1, D. Wiezorrek/Safar 0:1 – Maiworm 1:1, D. Wiezorrek 1:1, Goecke 1:0, Hürmann 0:1, Reich 0:1, Safar 0:1

Umkämpfter, aber keinesfalls glücklicher verlief Bönens zweites Heimspiel des Wochenendes. „Dass wir am Ende mit leeren Händen da stehen, ist sehr ärgerlich. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, sagte Darenberg nach dem hauchdünnen 7:9 gegen das TT-Team Bochum am Sonntag.

In einer stets ausgeglichenen Partie ging Bönen durch zwei Doppelerfolge zwar zunächst in Führung, lief in der Folgezeit aber weitestgehend einem knappen Bochumer Vorsprung hinterher. Den hatte sich das TT-Team in der ersten Einzelrunde verdient, in der die Gäste fünf von sechs Partien gewannen – vier davon im fünften Durchgang. Lediglich Routinier Franz-Josef Hürmann (3:2 gegen Treichel) füllte Bönens Punktekonto. „Da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen“, sagte Darenberg, dessen Mannen statt einem 3:6 auch ein 6:3 hätten erspielen können.

In der zweiten Einzelrunde kam Bönen besser in Tritt: Maiworm (3:1 gegen Cetin), Goecke (3:2 gegen Treichel), Jonas Reich (3:2 gegen Sawatzki) und Joel Safar (3:2 gegen Allary) brachten ihr Team mit vereinten Kräften bis ins Abschlussdoppel, in dem Bönens Spitzenkombination Goecke/Hürmann noch um einen Punktgewinn kämpfen konnte. Gegen die stark aufspielenden Zmyj/Allary aber ging das TTF-Duo leer aus – und damit auch ihre Mannschaft.

TTF: Goecke/Hürmann 1:1, Maiworm/Reich 0:1, D. Wiezorrek/Safar 1:0 – Maiworm 1:1, D. Wiezorrek 1:1, Goecke 1:1, Hürmann 1:1, Reich 1:1, Safar 1:1

Bezirksklasse: TuS Holzen-Sommerberg II – TTF Bönen III 8:8. Mit einem überraschenden Punktgewinn hat sich die dritte Mannschaft der TTF Bönen in die Winterpause verabschiedet. Trotz starker Personalprobleme, Bönen musste auf Thomas Werthmann und Ralf Werthmann verzichten, entführten die Tischtennisfreunde beim favorisierten Spitzenteam TuS Holzen-Sommerberg II einen Punkt. Die TTF trennten sich vom TuS nach ausgeglichenem Spielverlauf 8:8.

„Ein richtig gutes Ergebnis, vielleicht sogar das beste der Hinrunde“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg. Als Tabellensechster und mit 13:9 Punkten ausgestattet, geht Bönen mit gehörigem Abstand vor der Abstiegszone ins neue Jahr. „Wir haben sogar gute Chancen, in der Rückrunde noch ein paar Plätze zu klettern“, sagte Darenberg.

Gegen Holzen-Sommerberg entwickelte sich vom ersten Ballwechsel an eine offene Partie. In der hatten die Gäste meist dann Vorteile, wenn Alexander Schulte und Ersatzmann Thorsten Krafft in die Box traten. Die beiden besten Bönener punkteten am mittleren bzw. unteren Paarkreuz jeweils doppelt. Holger Brackelmann, Lennart Kaubisch und Markus Franz sorgten für die übrigen Einzelpunkte der TTFler, die gar mit einer 8:7-Führung ins Schlussdoppel gingen. Dort waren Michael Romanski und Krafft gegen Hemmerling/Röttger chancenlos.

TTF: Romanski/Krafft 1:0, Brackelmann/Franz 0:1, Schulte/Kaubisch 0:1 – Romanski 0:2, Brackelmann 1:1, Schulte 2:0, Kaubisch 1:1, Franz 1:1, Krafft 2:0

Falscher Zeitpunkt für die Pause

Ohne Spitzenspieler Jens Berkenkamp aber bester Saisonleistung zum Sieg

Regionalliga: TG Obertshausen – TTF Bönen 4:9. Die Winterpause der Tischtennis-Regionalliga kommt für die TTF Bönen zum denkbar ungelegensten Zeitpunkt. Die Bönener zeigten bei ihrem gestrigen Gastspiel beim starken Aufsteiger TG Obertshausen ihre bislang beste Saisonleistung. Ohne ihren Spitzenspieler Jens Berkenkamp siegten die TTFler beim formstarken und in Bestbesetzung angetretenen Aufsteiger 9:4. Durch den vierten Saisonerfolg hält Bönen Anschluss an die Tabellenspitze: Sie schließen die erste Saisonhälfte mit 11:7 Punkten als Fünfter ab – drei Punkte hinter Herbstmeister ASV Wuppertal.

„Das war unsere beste Saisonleistung, ein richtig gutes Spiel“, sagte TTF-Trainer Walter Darenberg nach dem vierstündigen Match, in dem Bönen den Gastgebern nicht eine Führung überließ. Das wiederum lag vor allem an den Eingangsdoppeln. Erstmals im laufenden Spieljahr startete Bönen mit drei Siegen aus drei Doppeln. „Wir haben mal wieder gemerkt, wie so ein Spiel auch laufen kann, wenn man perfekt aus den Startblöcken kommt“, sagte Darenberg.

Christoph Waltemode/Jan Lüke (3:0 gegen Berberich/L. Dragicevic) siegten klar, Anton Adler/Christopher Pläster (3:2 gegen H. Fischer/Surnin) überraschend und Andreas Rosenhövel/Jaroslaw Werner (3:1 gegen E. Fischer/Rosemann) verdient – und Bönen hatte seine frühe 3:0-Führung. „Das waren schon beinahe die Schlüsselspiele des Nachmittags“, sagte Darenberg. Denn mit dem Vorsprung im Rücken machte Bönen eine souveräne Partie. Waltemode drehte gegen Berberich einen 1:2-Rückstand und egalisierte die Niederlage Adlers gegen den Ex-Nationalspieler Fischer am Nachbartisch. Gleiches Bild am mittleren Paarkreuz: Rosenhövel unterlag am einen Tisch (2:3 gegen E. Fischer), Lüke siegte in überragender Manier gegen den Obertshauser Punktegaranten Surnin ohne Satzverlust.

Den letzten Angriff der TG, um doch noch mal ins Spiel zurück zu kehren, wehrte Bönen im hinteren Mannschaftsdrittel ab: Werner unterlag Rosemann ohne Satzgewinn, während auch Pläster gegen Dragicevic am Rande einer Niederlage stand. Der Bönener aber drehte einen 4:8-Rückstand um – und hielt seinem Team den Drei-Punkte-Vorsprung. „Dann waren wir eigentlich durch“, sagte Darenberg.

In der zweiten Einzelrunde spielte Bönen die Partie kontrolliert runter. Waltemode ließ Fischer im Spitzeneinzel keine Chance, während Adler gegen Berberich eine kämpferisch starke Leistung bot, für die er sich mit einem Fünf-Satz-Sieg belohnte.

In den Entscheidungsdurchgang gingen auch beide Spiele am mittleren Paarkreuz – hier verlor Rosenhövel gegen Surnin, hier gewann Lüke gegen E. Fischer. Das war der Siegpunkt für Bönen – und zudem der letzte zu vergebene im Kalenderjahr 2013 für die Tischtennisfreunde, die nun ungern in die Winterpause gehen.

Die Ergebisse: Fischer/Surnin – Adler/Pläster 9:11, 11:9, 8:11, 11:9, 5:11; Berkenkamp/L. Dragicevic – Waltemode/Lüke 12:14, 6:11, 8:11; E. Fischer/Rosemann – Rosenhövel/Werner 9:11, 6:11, 13:11, 9:11; H. Fischer – Adler 11:6, 11:6, 11:9; Berberich – Waltemode 7:11, 15:13, 11:1, 4:11, 3:11; Surnin – Lüke 6:11, 3:11, 7:11; E. Fischer – Rosenhövel 11:9, 6:11, 11:9, 11:8; L. Dragicevic – Pläster 9:11, 9:11, 11:3, 11:9, 8:11; Rosemann – Werner 12:10, 13:11, 11:3; H. Fischer – C. Waltemode 8:11, 9:11, 5:11; Berberich – Adler 11:3, 7:11, 11:2, 9:11, 7:11; Surnin – Rosenhövel 3:11, 11:7, 11:1, 5:11, 11:3; E. Fischer – Lüke 10:12, 11:9, 12:10, 2:11, 4:11