Nachruf Jörg Knippelmeyer

Die Tischtennisfreunde Bönen trauern um ein langjähriges Mitglied des Vereines.
Am letzten Wochenende erreichte uns die traurige Nachricht, dass Jörg Knippelmeyer nach langer schwerer Krankheit, im Alter von nur 51 Jahren, verstorben ist.
Auch wenn er den jüngeren Vereinsmitgliedern nicht mehr bekannt ist, so werden sich seine ehemaligen Mannschaftskollegen und Mitstreiter gerne an ihn erinnern.

Er stieß zur Saison 1985/1986 als 12jähriger Schüler zum Verein, der damals noch CVJM Altenbögge hieß, nachdem er auf der vorausgegangenen offenen Ortsmeisterschaft durch gute Leistungen im Einzel und Doppel der Schüler auf sich aufmerksam machte. Walter Darenberg nahm ihn unter seine Fittiche und merkte schon bald, welch ein großes Talent sich da entwickelte. Allerdings wurde Jörg in diesem Jahr von einer Verletzung getroffen, die ihn erst wieder einmal zurückwarf.
Aber dann machten sich nicht nur sein Talent, sondern auch sein Trainingsfleiß und der Ehrgeiz, immer gute Leistung bringen zu wollen, bemerkbar. So war es auch nicht verwunderlich, dass er schon nach einem Jahr mit der Jugendmannschaft, in der auch Jens Lang, ein weiteres Talent spielte, maßgeblich zum Aufstieg in die Kreisliga beitrug.
Über die vierte und dritte Mannschaft, schaffte er schon 1990 als 17jähriger, den Sprung in die Reserve und bekam dort den letzten Schliff. Walter Darenberg nahm das junge Talent unter seine Obhut und trainierte mit ihm Technik pur, irgendwann konnte er es. Das zahlte sich schnell aus, denn er trug dann auch 1991 zum Aufstieg der Reserve in die Verbandsliga mit einer hoch  positiven  Bilanz, bei.
So verlief seine Formkurve ständig aufwärts und schon  in der nächsten Saison 1992, als 19jähriger, berief ihn der Vorstand aufgrund seiner sehr guten Ergebnisse in der Verbandsligamannschaft in die „Erste“, die Oberligamannschaft.
Doch Jörg blieb bescheiden und wollte lieber in der Zweiten bleiben: „Die Oberliga ist vielleicht ein wenig zu hoch für mich – ich versuche erstmal mitzuspielen – vielleicht wird es ja ganz gut“.
Ab da spielte er zusammen mit Udo Lang, Michael Hebgen, Thomas Werthmann, Jürgen Sattler und Dirk Düsing. In der Zwischenzeit hat er sein Studium zum Chemietechniker aufgenommen, trotzdem tat das seinen guten Leistungen keinen Abbruch.
Einen großen Erfolg feierte er1993 bei den CVJM Meisterschaften in Wolfstein / Kaiserslautern, als er sich Deutscher Meister nennen durfte.
Einen weiteren Höhepunkt stellte für ihn die Teilnahme am Inter-Cup im Jahre 1994 dar, als er mit dem CVJM in die Normandie nach Frankreich reiste. Dort unterlagen sie zwar in Caen knapp mit 3:4, nahmen aber die stimmungsvolle Atmosphäre vor über 200 Zuschauern mit, die an eine Bundesligapartie erinnerte.
In der Saison 1996, nach 232 Pflichtspielen für den Verein, traf ihn ein weiteres Mal eine schwere Erkrankung, die es ihm nun nicht mehr ermöglichte, seinem geliebten Sport nachzugehen.
Es waren ihm und seinen Eltern aber eine Herzensangelegenheit, weiterhin dem Verein anzugehören und durch seinen Beitrag den Verein zu unterstützen, dafür sagt der Verein herzlichen Dank.
Die älteren Mitglieder des Vereines, die ihn in der aktiven Zeit seiner Vereinszugehörigkeit gekannt haben, werden ihn als immer freundlichen, umgänglichen und bescheidenen Menschen in Erinnerung behalten.
Der Vorstand der Tischtennis – Freunde – Bönen