Die Oberliga-Frauen erwarten ein ausgeglichenes Spiel gegen Brauweiler. Einen großen Wert legen die TTF-Frauen auf die Doppel-Begegnungen gegen den TTC GW Brauweiler.
Bönen – Vor zwei Wochen hat das Sportjahr für die klassenhöchste Mannschaft der TTF Bönen gut begonnen: Die Bönenerinnen holten im Topspiel der Tischtennis-Oberliga gegen den Anrather TK RW ein 5:5-Unentschieden – und blieben als Tabellendritter (14:6 Punkte) damit in Reichweite zur Ligaspitze, an der weiterhin der frühere Bundesligist Tusem Essen (17:5) steht. Die Punkteteilung gegen starke Anratherinnen hatten die TTFlerinnen nicht unbedingt erwartet, weil Bönen ohne seine Spitzenspielerin Viktoria Diekel und ohne Stefanie de Almeida als Außenseiter in die Partie gegangen war.
Am Samstag (17.30 Uhr, Sporthalle der Pestalozzi-Schule) möchten die TTFlerinnen nun den ersten Rückrunden-Sieg nachlegen. Gegner ist der TTC GW Brauweiler, der mit 11:9 Punkten derzeit einen Platz im vorderen Tabellenmittelfeld einnimmt und einem stressfreien Saisonfinale entgegensteuert. Dass das Team aus der Kölner Vorstadt, das mit Angela Degueldre und Kaylee Mesenholl zwei Jugendspielerinnen in seinen Reihen hat, dennoch ein gefährlicher Herausforderer ist, bewies Brauweiler im Hinspiel. Das gewann Bönen zwar 7:3. Der Spielverlauf aber war deutlich knapper als das Endresultat. Diesmal hofft das Team um Spitzenspielerin Viktoria Diekel auf einen Heimvorteil in der Pestalozzi-Sporthalle. „Wir tun uns gegen Brauweiler auswärts immer viel schwerer als daheim“, sagt TTF-Akteurin Melina Schruff. „Wenn wir eine ähnliche Leistung zeigen können wie in der Hinrunde, bin ich optimistisch.“
Allerdings rechnet auch Schruff mit einem knappen Spielverlauf. „Es wird ein ausgeglichenes Spiel“, sagt die Bönener Nummer drei. Sie schätzt die Chancen am hinteren Paarkreuz, wo Talent Satu Loeliger zuletzt ihre glänzende Entwicklung unter Beweis stellte, besser ein als am vorderen Paarkreuz, wo die TTFlerinnen vor allem vor Brauweiler Topspielerin Degueldre Respekt mitbringen. „Es wird auch darauf ankommen, wie wir aus den Doppeln starten“, sagt Schruff über die beiden richtungsweisenden Partien zum Auftakt.
Allerdings ist den TTFlerinnen die jüngste Spielpause weniger gut bekommen. „Wir hatten in der Zeit gesundheitlich etwas zu kämpfen“, sagt TTF-Akteurin Schruff. „Ich kann nicht einschätzen, wie gut wir bei Kräften sind.“ Auch mit welcher Aufstellungen die TTFlerinnen, die in Luisa Niebiossa eine weitere starke Nachwuchsspielerin in der Hinterhand haben, antreten werden, entscheidet sich dementsprechend erst kurz vor dem Spielbeginn. JAN LÜKE
TTF: Diekel, Böhm, Schruff, de Almeida, Loeliger