Zaferna XI. (26.07. – 04.08.2007)

In diesem Jahr konnten sich die Zaferna-Freunde auf eine Neuerung freuen. Sie trafen sich donnerstags früh an der Sporthalle, um zum elften Mal ins Kleinwalsertal zu fahren. Diesmal sollte es für 10 Tage sein!

Mit 5 Pkw aus Bönen reiste man mit zügiger Geschwindigkeit als Kolonne in Richtung Süden. Dort wurden die 19 Zaferna-Begeisterten schon von Familie Grundmann aus Darmstadt erwartet. Schnell war das Gepäck hinauf zur Hütte (1.400 m) gebracht, so dass man gegen 16 Uhr gemeinsam Kaffee trinken konnte.

Der Freitag begann mit einem ausgedehnten Frühstück, an das sich der obligatorische „Spaziergang“ nach Baad anschloss. Auf der Bärgunthütte erwartete den Großteil der Gruppe eine Jause und der erste Enzian des Urlaubs. Nach dem gemütlichen Rückweg zum Zaferna-Lift konnten wir schließlich auch das Team der Sonna-Alp begrüßen, das uns natürlich gleich wieder erkannte.

Am Samstag unternahmen wir gleich eine ausgedehnte Wanderung. Nach der Bergfahrt mit der Walmedingerhornbahn erklommen alle (die mitgekommen waren) den Gipfel. Von dort ging es hinab zum Abzweig, wo sich die Gruppe teilte. Franz-Josef führte einen Teil über den Muttebergskopf und die Ochsenhofer Köpfe. Andere gingen über den Höhenweg unten herum zur Ochsenhofer Scharte, wo man sich mit dem Rest treffen wollte. Nach einer gemeinsamen Rast auf der Schwarzwasserhütte ging es hinab zur Melköde, wo frischer Bergkäse wartete. Da es schwer erschien, den Lift pünktlich zu erreichen, nahm die Gruppe den direkten Weg zur Hütte zurück.

Sonntags lockte die Breitachklamm, die im letzten Jahr wegen Unwetterschäden nicht passierbar war. Mit dem Bus ging es zur Walserschanz. Als 24-köpfige Gruppe war der Weg durch die Klamm ein einmaliges Gruppenerlebnis, das mit dem Mittagessen auf der Alpe Dornach seinen Abschluss fand. Ein gut organisierter Fahrdienst erleichterte den Älteren den Weg.

Da für Montag wechselhaftes Wetter angekündigt war, unternahm ein Teil der Gruppe einen Ausflug nach Hohenschwangau, um die dortigen Königsschlösser der Bayernkönigs Ludwig II. zu besichtigen. Nach einer Abenteuerlichen fahrt durch Kleinstadt-Wege erwiesen die Touristen organisatorisches Geschick, was die Wartezeit vor Neuschwanstein um ca. 2,5 Stunden verkürzte. Diese wurde zu einem Spatziergang auf die Marienbrücke genutzt, von wo das Schloss „genau so wie im Legoland“ aussah.

Einen Höhepunkt erlebte die Gruppe beim Canyoning[en] am Dienstag. Während die mutigen 7 durch die Fluten des Schwarzwassers wateten, rutschten, sprangen oder abseilten, verfolgte der Rest das Spektakel vom Talweg aus. Am Ende der Tour standen Sprünge von 8, 10 und 12 Metern in das sprudelnde Wasser an. Jens schaffte es sogar, die Schaulustigen auf der Brücke mit einer Ar…bombe nass zu spritzen (Note: 10,0).

Da Franz-Josef am nächsten Morgen leider abreisen musste, wurde er abends für sein 10. Zaferna-Jubiläum geehrt. Dann absolvierte ein Teil der Gruppe den Zaferna-Führerschein. Um 0 Uhr stimmten alle „Happy Birthday“ zu Carstens Geburtstag an. Margret trug ein Gedicht vor, das sie selber geschrieben hatte.

Am Mittwoch war bestes Bergwetter angesagt. Dies nutzten 6 Bergvagabunden zum Besteigen des Großen Widdersteins. Nach dem Abmarsch um viertel nach 6 in der Früh erreichten sie nach dem Aufstieg durchs Gemsteltal die Widdersteinhütte. Nach einer längeren Trinkpause war man gestärkt für den letzten großen Anstieg. Um viertel nach 11 genossen die Bergsteiger den herrlichen wolkenlosen 360°-Blick. Per Funk wurde ein Gruß an die Hütte gesandt. Der Abstieg über die Bärgunthütte endete mit einem Sprint um den Bus. Schließlich lockten auf der Alp Apfelstrudel und Weizen.

Dort warteten schon die, die nach spätem Frühstück einen Sonnentag auf der Hütte eingelegt hatten. Andere kehrten unterdessan aus dem Schwimmbad in Riezlern heim.

Nach dem Abendessen gingen alle zum Hüttenabend herüber. Neben Heimatklängen und Schlagern stimmte der Akkordeon-Spieler extra für Carsten einen Shanty an. Wie auf der Hütte Brauch, durfte er dann mit einer Dame seiner Wahl tanzen. Wieder zurück auf unserer Hütte, wurde bis tief in die Nacht weiter gefeiert…

Donnerstags war schlechteres Wetter vorher gesagt. Daher konnte man nach spätem Frühstück die letzten Sonnenstrahlen der Woche genießen. Der Lenkdrachen stürzte wegen des böigen Windes mehr ab, als dass er steigen wollte.

Am Nachmittag wurden dann auf der Sommerrodelbahn Rekorde aufgestellt und gebrochen. Carsten und Wolle schafften es immerhin auf 40 km/h bei einer gemeinsamen Fahrt. Abends wurde genagelt und bald loderte das erste kleine Schwedenfeuer vor der Hütte („hey hoh hey…“).

Der Freitag begann schon mit Regen. Daher war nach dem späten Frühstück Aufräumen angesagt. Mit ersten Taschen und Leergut wurde der Auszug aus der Hütte vorbereitet, die letzten Einkäufe wurden getätigt.

Als die letzten zur Hütte zurück kehrten, war der „Grillmeister“ schon dabei, den Grill anzuheizen. Leider ließ die Kälte ein Essen unter freiem Himmel nicht zu.

Nach dem Zaferna-Führerschein der letzten Neulinge lichteten sich die Reihen. Man sollte ja am nächsten Morgen früh aufstehen. Eine kleine Gruppe harrte noch aus, um in Alex’ 15. Geburtstag hinein zu feiern. Neben dem Geburtstagslied erklangen die zwei Zaferna-Lieder. Das neue wurde von unserem Poeten Manuel geschrieben und vertont.

Beim dem letzten Frühstück überreichte Martin Alexander das Geburtstagsgeschenk der Gruppe und einen Wanderpass. In den letzten zwei Jahren hatte Alex schon 150 Punkte und somit die silberne Wandernadel erwandert. Margret und Wigbert erhielten ebenfalls die Wandernadel für 11-jährige Zaferna-Treue.

Jeder übernahm eine Rolle, um die Hütte auf Vordermann zu bringen und das Gepäck zu den Autos zu transportieren. Um viertel vor 11 hatte Herr Mathies seinen Rundgang beendet und sprach den TTF- und Zaferna-Freunden ein großes Lob aus. Nach kurzem Abschluss auf der Sonna-Alp machte sich die Gruppe auf die Heimreise, um schon um 18:40 die heimische Sporthalle zu erreichen.

Alle freuen sich schon auf den nächsten Zaferna-Aufenthalt. Vielleicht kann man ja zu Zaferna XII. wieder 10 Tage auf dem Kleinod im Walsertal verleben.

MDT

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