Zaferna XII. (25.06. – 06.07.2008)

Die zwölfte Zaferna-Fahrt sollte die bisher längste in der Geschichte werden. Bereits um kurz nach 7 Uhr machte sich am letzten Schultag eine kleine Gruppe auf, um den Einzug der Tischtennis-Freunde vor zu bereiten. Neben Gepäck und Verpflegung für die Gruppe nahmen sie auch einen kleinen Fernseher mit, um das Halb- und Finale der Fußball-Europameisterschaft in 1.400 m Höhe verfolgen zu können.

Da der Rest die Hütte erst in der Nacht erreichte, gab es am Donnerstag ein spätes erstes Frühstück. Danach stand ein gemütlicher Spaziergang nach Riezlern auf dem Programm. Leider versperrten Wolken den Blick auf die Allgäuer Bergwelt.

Am Freitag machte die gesamte Gruppe den obligatorischen Gang über Bühl- und Stutzalpe nach Baad. Auf der Bärgunthütte kosteten die Zaferna-Neulinge ihren ersten Enzian. Zur schönen Überraschung hatte auf halbem Weg ins Tal die Widderstein-Alpe in modernem Ambiente ihren Wirtschaftsbetrieb eröffnet. Der neue Panoramaweg erleichterte den Abstieg hinab über Stufen und eine kleine Brücke. Beim Einstellen der Sender gab der Fernseher den Geist auf… Schock, denn das Finale rückte immer näher! Gut, dass Herr Mathies einen kleinen Fernseher für das Finale übrig hatte…

Am Samstag lud die strahlende Sonne zur Besteigung der Kanzelwand ein. Leider hatten Martin und Franz-Josef den direkten Abstieg nach Riezlern falsch eingeschätzt. So fiel der vermeintlich einfache Wanderweg den kleinen Beinen von Lukas und Ben schwerer, als der restlichen Gruppe der Weg über die Hammerspitze, Wannenalpe und Innere Kuhgehrenalpe ins Höfle. Dort waren Claudia und Bruno allerdings froh, dass sie von hier aus mit dem Bus und dann mit dem Lift hinauf nach Zaferna fahren durften.

Sonntags legten die Meisten einen Pausetag ein, um sich auf das EM-Finale vorzubereiten. Manu, Laura und Martin erstiegen das Walmendinger Horn und verdienten sich so den Apfelstrudel auf der Sonna-Alp.

Nach einer kurzen Nacht und einem späten Frühstück am Montagmorgen teilte sich die Gruppe. Der eine Teil fuhr zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze, der andere nach Oberstdorf zum Shopping. Anschließend lockten die Sommerrodelbahn und die Spielplatz-Seilbahn zum jährlichen Wettstreit. Abends konnte draußen endlich der Nagelblock eingeweiht werden (mit 5 kg Nägeln und frischem Rote-Grütze-Tee). Um Mitternacht kamen dann alle rein, um Uta ein Geburtstagsständchen zu bringen.

Am Dienstag stand eine Wanderung vom Walmendinger Horn über die Obere Lüchlealpe zur Ochsenhofer Scharte an. Von da betraten die Bergsteiger „Neuland“, denn auf dem Grünhorn war vorher noch keiner der TTF aus Bönen. Franz-Josef und Manu wagten, trotz einbrechenden Gewitters, die Überschreitung des Hochstarzel. In Baad angekommen waren alle völlig durchnässt, fuhren mit dem Bus zurück und freuten sich auf die heiße Dusche.

Am heißesten Tag der Woche zog es (fast) die ganze Gruppe zur Abkühlung in die Breitachklamm. Zum Glück ließ der Regen der vergangenen Tage die Fluten zu einem grandiosen Naturschauspiel anschwellen. Nach einer kurzen Rast auf der Alpe Dornach (die Bedienung war noch schleppender als im letzten Jahr) zog es die Zaferna-Freunde zur Stärkung auf die geliebte Sonna Alp, wo sich die Gruppe auch abends zum Hüttenabend versammelte.

Donnerstags stand erneut eine Tour auf dem Programm. Nach einem frühen Abstieg stiegen wir durchs Gemsteltal hinauf zum Gemstelpass, wo sich Manu und Markus ihren blumigen Gefühlen hingaben. Die Überschreitung des Gemstelkoblach bot neben der grandiosen Landschaft immer wieder einen Blick auf die gegenüber liegende Zaferna-Hütte. Kurz vor dem Gewitter lockte das Geißhorn Martin und Manu hinauf zum Gipfel. Auf dem Abstieg holte die Bergsteiger erneut ein Gewitter ein. Einen Blitz in unmittelbarer Nähe hatte noch niemand einschlagen gesehen… Cool!

Den Freitag genossen alle als Ruhetag. Während die Einen ins Tal hinab fuhren, genossen Andre schon beim Frühstück Bayerns Grundnahrungsmittel oder den Sekt-Frühshoppen. Schließlich sollte man für den nächsten Tag schon viel Flüssigkeit aufnehmen. Nach dem Grillen gab es etwas Obst in fester (gegrillter) und flüssiger (gebrannter) Form. Rund um das Feuer feierten alle singend in Wigberts Geburtstag hinein. Danach genossen die Zaferna-Freunde den Blick in den weiten Sternen-Himme. Leider brachten die Kometen, Sternschnuppen und Steroide nicht das vollkommene Entertainment…

Am letzten Tag wollten Markus, Manu und Martin es noch einmal wissen. Die gut 1.000 Höhenmeter zum Kemptner Köpfle schafften sie in 3 Stunden. Damit der (kurze) Abstieg nicht zu steil würde, zogen sie den Weg über die Mindelheimer Hütte und durch Gemsteltal vor. Weil am Donnerstag die Sicht auf dem Gipfel vernebelt war, schlug Markus gerne eine erneute Besteigung des Geißhorns vor. Der längere Abstieg war nicht lang genug, denn der Lift wurde locker erreicht. Oben auf der Sonna-Alp lockte schließlich das letzte „halbe Schwein auf Toast“. Das TT-Turnier fand seinen Abschluss unter freiem Himmel. Hier besiegte Franz-Josef Tim in einer feuchten Rutschpartie in fünf Sätzen.

Sonntags stand das Aufräumen und Putzen der Hütte auf dem Programm. Die Reinigung der Hütte war gut eingeteilt, auch der Müll war schnell getrennt. Nachdem der Gepäcktransport gazelloid abgewickelt wurde, freute sich der verbliebene Teil der Gruppe auf den gewohnten Abschluss auf der Alp. Noch vor dem einsetzenden Regen wurde die Restrechnung beglichen, alle in die Autos verteilt. Nach (un-)sicherer Fahrt erreichten alle Bönen ohne Schaden.

Mit der Gewissheit, dass im nächsten Jahr weitere schöne Erlebnisse auf uns warten, freuen wir uns auf Zaferna XIII.

MDT

zurück

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.